Institut equalita e.V.


Gruppen 2015: M.U.K.A. aus Südafrika

Die KinderKulturKarawane gastierte auch 2015 wieder in Köln: Anfang Oktober war die südafrikanische  Jugendkultur-Gruppe "M.U.K.A." zu Gast.

Seit 1994 ist M.U.K.A. = "Most United Knowledgeable Artists" eine wichtige Kulturinstitution im Stadtteil Hillbrow in Johannesburg.

M.U.K.A. als Zufluchtsort

Das MUKA-Projekt eine feste Institution in Hillbrow, einem sozialen Brennpunkt im Zentrum Johannesburgs. Bei M.U.K.A Project kommen Kinder und Jugendliche aus allen Bevölkerungsgruppen des Ghettos zusammen. Zurzeit erarbeiten knapp 100 junge Menschen in alterspezifischen Gruppen Theaterstücke und traditionelle Tänze. Außerdem machen sie dazu die Musik und organisieren Workshops. Aus der Handvoll Straßenkinder von einst sind professionelle Theater- und Projektmanager geworden.

Soziales Engagement

Künstlerische Arbeit und soziales Engagement sind eng verknüpft: M.U.K.A. Project ist Mitglied in der Johannesburger Allianz für Straßenkinder (JASC), arbeitet in verschiedenen Suppenküchen für Bedürftige, unterstützt arbeitslose Jugendliche mit Stipendien und ist in Frauenhäusern aktiv. Ein wichtiger Teil der Arbeit sind Workshops zur gewaltfreien Konfliktlösung und Prävention von Gewalt, vor allem in Schulen. Regelmäßig werden Nachbarn und Eltern der Jugendlichen zu kostenlosen Aufführungen, Community-Workshops und Gesprächen eingeladen.

Inheritance -  Das Erbe

Für die Produktion, die sie im Rahmen der KinderKulturKarawane 2015 in Europa zeigen werden, recherchierten die Jugendlichen des Projektes intensiv zum Thema Klimawandel und Klimagerechtigkeit. Dabei betrachteten sie sowohl die reichen Vorstädte als auch die verarmten Stadtteile von Johannesburg und deren Umgang mit dem Thema Erderwärmung.

Ihre Erkentnisse bringen die Jugendlichen von M.U.K.A.–Project in ihrer packenden Theaterinszenierung "Inheritance - Das Erbe" mit  Musik und Tanz auf die Bühne.

Inhalt

Nyambose führt mit seiner Frau und seinen Kindern ein glückliches Leben in einem südafrikanischen Dorf. Aber als er die Kredithaie nicht mehr bezahlen kann, müssen die Kinder von der Schule, er muss sich einen einträglicheren Job suchen und seine Frau verlässt ihn.
Er heuert bei einer Entsorgungsfirma an, die Wasser und Luft so sehr verseucht, dass es Proteste in der Gemeinde gibt. Als seine Tochter schließlich an Tuberkulose erkrankt, kündigt er den Job und schlägt stattdessen Brennholz für die Nachbargemeinden. Das geht so lange gut, bis es fast keine Bäume mehr gibt und die Gegend versandet. Also beginnt er, den Sand zu verkaufen. Bis bei einem Sturm Hütten zerstört werden und zwei Kinder zu Tode kommen.
Für Nyamboses Tochter, die inzwischen ihr Studium beendet hat, liegt die Ursache auf der Hand: Schuld ist der Raubbau am Ökosystem. »Ist dies das Erbe, das wir den nachfolgenden Generationen hinterlassen wollen?« fragen sich daraufhin die Bewohner des Dorfes und entwickeln einen Plan, den sie schon bald umzusetzen beginnen …

Öffentliche Veranstaltungen:

1. Oktober, 10 Uhr   Kulturzentrum Glashütte, Glashüttenstr. 20, Eintritt 4 €, Reservierung: 02203 5924970
2. Oktober, 18 Uhr   VHS- Forum, Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstr. 29,  Eintritt frei

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