Institut equalita e.V.


Gruppen 2005: Viviendo y Sonando aus Kolumbien

Vom 29. August bis zum 04. September 2005 war das 10-köpfigen Musikensemble Viviendo y Sonando der Cooperación Simón Bolivar auf Einladung der Ökobildungswerke und des Instituts equalita in Köln zu Gast und hat in Schulen, Jugendzentren und anderen öffentlichen Einrichtungen ein Programm vorgestellt, das einen Querschnitt der musikalischen Arbeit der Jugendlichen aus dem Barrio Kennedy vorstellt.

Traditionelle Rhythmen Kolumbiens gehören ebenso zum Programm wir kubanische Musik und die Rhythmen der Antillen und der Karibik Cumbias und vor allem Rap.

Die "Cooperación Educativo y Cultural Simón Bolivar" arbeitet seit 1980 sehr erfolgreich im Barrio Kennedy im Nordosten der 2-Millionen-Stadt Medellin in Kolumbien. Der Stadtteil in dem über 45.000 Menschen leben, ist geprägt von niedrigem Sozialstatus und einer hohen Gewaltrate.

Die "Cooperación Simón Bolivar" hat 1980 mit Alphabetisierungsprogrammen begonnen und sehr schnell die Arbeit vor allem auf die Gewaltprävention konzentriert. Durch Verhandlungen, Jugendarbeit und kulturelle Initiativen ist es ihnen gelungen, sowohl die Bandenkriege als auch die Anwesenheit von Milizen im Stadtteil deutlich zu reduzieren. Mit ihrem Programm "Die Gewalt verlernen", haben sie eine ganz hervorragende und beispielhafte Arbeit in der Friedenserziehung geleistet.

Die Jugendarbeit der Cooperación brachte im kulturellen Bereich eine Vielzahl von bemerkenswerten Ergebnissen hervor. Verschiedene Rap-Gruppen, Musikgruppen, die sich der traditionellen Musik Kolumbiens verschrieben haben, Theaterprojekte und Workshops zu verschiedenen künstlerichen und kunsthandwerklichen Techniken geben den Jugendlichen die Möglichkeit ihre Erfahrungen, Ängste und Hoffnungen mit Gleichaltrigen zu teilen. Dies hat u.a. dazu geführt, dass die Jugendlichen eine sehr aktive und selbstbewusste Rolle im Friedensprozess eingenommen haben.