Institut equalita e.V.


Fortbildung für Umweltfachleute aus China

Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit InWEnt NRW (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) und dem Bildungswerk Neues Lernen in Köln entwickeln und unterstützen Fachleute des Instituts equalita seit Anfang 2007 ein Fortbildungsprogramm zum industriellen Umweltschutz für Führungskräfte aus Umweltbehörden und -Unternehmen in China. Darüber hinaus sind Weiterbildungsexperten des Instituts an der tutoriellen Vorbereitung und Begleitung der Teilnehmer/innen beteiligt.

Der Fachlehrgang hat zum Ziel, Entscheidungsträger zu qualifizieren, die in Umweltbehörden und Betrieben lokal angepasste technologische und wirtschaftliche Optionen für einen industriellen Umweltschutz entwickeln und deren Umsetzung begleiten. Die Teilnehmer/innen nehmen darüber hinaus an Praktika teil und erstellen eine individuelle Projektarbeit, die die Lerninhalte des Fachprogramms und die Erfahrungen im Praktikum integriert.

Während der Vorbereitungs- und der Praktikumsphase erhalten die Stipendiaten zusätzliche eine tutorielle long distance Begleitung über die Internet-Plattform „Global Campus 21“ von InWEnt. Die web-gestützte Begleitung ist ein wichtiges Element zur Sicherstellung der Qualität und des Erfolges dieser Maßnahme. Hier erhalten die Teilnehmer/innen die notwendige Unterstützung zur Vorbereitung auf den Aufenthalt und anschließend zu Durchführung der Praktika sowie Erstellung der Projektarbeiten. Die Begleitung erfolgt sowohl in der Vorbereitungsphase als auch in der Praktikumsphase. In der Vorbereitungsphase wird eine Unterstützung beim Sprachkurs, z.B. durch die Einführung und Vermittlung eines Fachglossarsals, die inhaltlichen Vorbereitung auf den Aufenthalt und die Projektarbeiten angeboten. Während der Praktikumsphase werden sie bei der Erstellung der Projektarbeiten und in ihrem Praktikum fachlich begleitet.

Der Fachlehrgang umfasst alle wesentlichen Grundlagen, Ziele, Maßnahmen und praktische Beispiele für industriellen Umweltschutz in Deutschland und Europa. Ausgehend von einer Darstellung und Analyse der gegenwärtigen globalen Entwicklungen, die vom Klimawandel, aber auch von zunehmender Ressourcen- und Energieknappheit und Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden gekennzeichnet sind, wird ein Überblick über die internationale und nationale Umweltziele und –Politik, die Grundlagen des industriellen Umweltschutzes sowie Konzepte zur Integration des Umweltschutzes in das Unternehmensmanagement gegeben.

Anschließend erfolgt eine Einführung in die allgemeinen Grundlagen des europäischen und deutschen Umweltrechts und die speziellen Gesetze und Regelungen für die Bereiche Abfall, Wasser und Immissionsschutz, verbunden mit der Darstellung ihrer praktischen Umsetzung im Behörden- und Unternehmensalltag. In einem weiteren Lehrgangsteil erfolgt dann eine praxisorientierte Darstellung und Auseinandersetzung mit modernen Umwelttechnologien, ihren unterschiedlichen Konzepten und Instrumenten, begleitet von Exkursion zu Betrieben, die diese Technologien nutzen. Ergänzt  wird dieser Teil durch die Vorstellung wichtiger EDV-gestützter Anwenderprogramme und Umweltinformationssysteme.

Im letzten Teil wird ein Einblick in Konzepte zur Förderung des industriellen Umweltschutzes, Förderinstrumente, gesetzliche und private Umweltstandards und –Managementsysteme vermittelt. Abgerundet wird der Lehrgang durch Lerneinheiten zum Gender&Diversity-Konzept und zum internationales Konfliktmanagement, sowie methodischer Hilfe zur Erstellung der Projektarbeiten.

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