Institut equalita e.V.


Stärkung nachhaltiger Nahrungsmittelversorgung in öffentlichen Einrichtungen

Das Institut equalita hat im September 2017 zusammen mit sieben Partner das Erasmus-Projektes „Empowering Public Food Procurement“ gestartet. In dem auf 2 Jahre ausgelegten Projekt werden in sieben EU-Ländern Erfahrungen mit der öffentlichen Beschaffung nachhaltiger Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung zusammengetragen. Beteiligte Länder sind Deutschland, Frankreich, Österreich, Tschechische Republik, Slowenien und die Niederlande. Ziel des Projektes ist es, lokale Akteure bei der Beschaffung nachhaltiger Lebensmittel in öffentlichen Einrichtungen zu stärken und europaweit gültige Leitlinien hierzu zu erarbeiten.

Hintergrund

Das öffentliche Auftragswesen ist ein wichtiger Konsumnet von Lebensmitteln in Europa. Öffentliche Behörden und lokale Gemeinschaften, die für Kantinen und Cafeterien in Krankenhäusern, Schulen usw. zuständig sind, haben gute Möglichkeiten, Nahrungsmittels-Ketten auf mehr Nachhaltigkeit auszurichten, vom Erzeuger bis zum Verbraucher.

In ganz Europa entstehen innovative Strategien auf lokaler und nationaler Ebene zugunsten einer nachhaltigeren öffentlichen Nahrungsmittelversorgung. Eine Verlagerung von "kostengünstigen" Beschaffungsmodellen hin zu umwelt- und sozialverträglichen Ansätzen ist notwendig. Zahlreiche Erfahrungen haben gezeigt, dass für ein entsprechendes Umdenken die Unterstützung und Ausbildung von Mitarbeitern und Vertretern in lokalen Behörden von entscheidender Bedeutung ist. Es ist eine Herausforderung für lokale Akteure, die Kapazitäten zu entwickeln, um eine "Wiederverknüpfung" mit Lebensmittelversorgungsketten (insbesondere lokaler Landwirtschaft) zu organisieren, neue Managementmethoden für Kosten in Lebensmitteleinrichtungen zu erwerben und neue Verfahren und Ausschreibungen zu entwickeln Andere.

Ziele

Das Ziel des Projekts "Empowerment Public Food Procurement" ist es, einen Beitrag zur Stärkung lokaler Akteure in der Gastronomie zu leisten, durch:

Partner

Das Projekt vereint acht Organisationen in sieben Ländern: Frankreich, Österreich, Tschechische Republik, Deutschland, Slowenien, Türkei und die Niederlande. Die Partnerorganisationen verfügen über Kompetenzen in verschiedenen Bereichen der beruflichen Bildung. Sie vereinen ein breites Spektrum an Wissen und praktischem Know-how: Beratungs- und Trainingsfähigkeiten für Köche, Manager und Kommunalvertreter, Expertise zu nachhaltigen Lebensmittelversorgungsketten, Erfahrungen bei der Gestaltung transnationaler Lernwerkzeuge.

Aktivitäten

Der geografische Geltungsbereich der Partner ermöglicht es, kontrastierte nationale Situationen den öffentlichen Beschaffungs- und Lebensmittelversorgungsketten gegenüberzustellen, um einen reichen und wertvollen Praxisaustausch zu ermöglichen. Die Partner werden Zusammenfassungen zur Situation von Schulungsaktivitäten und -initiativen zur Unterstützung der Nachhaltigkeit bei der Beschaffung von Lebensmitteln vorlegen und Fallstudien untersuchen, die Beispiele für bewährte Verfahren in lokalen Gemeinschaften in jedem Projektland enthalten.

Zwei kollektive Trainingseinheiten ermöglichen der Gruppe, ihre eigenen Erfahrungen vor Ort zu teilen und Länderinformationen und Beispiele zu sammeln, um eine europäische Sichtweise der Nachhaltigkeit in der Unterstützung der Nahrungsmittelbeschaffung und in Ausbildungsinitiativen zu skizzieren.

Zielgruppen

Dank der Partnerschaft werden die Lehren aus dem Projekt an eine Vielzahl von Zielgruppen weitergegeben: Köche, Manager und verantwortliche Vertreter auf lokaler Ebene; nationale und europäische berufliche und institutionelle Netzwerke, im Bereich der nachhaltigen Lebensmittel, im Catering-Sektor, nationale und europäische Verbände / Initiativen der lokalen Behörden.

Ergebnisse

Kurz gesagt, das Projekt wird dazu beitragen, die Fähigkeiten und Fachkenntnisse der Ausbilder zu verbessern, lokale Gemeinschaften zu unterstützen, Orientierungen und praktische Empfehlungen für die Akteure vor Ort in den Bereichen Catering und Agrofood bereitzustellen und Entscheidungsträger für einen Wechsel zu sensibilisieren zu einer umweltfreundlicheren und sozial leistungsfähigeren Lebensmittelbeschaffung in Europa.